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von Rolf Morrien, veröffentlicht in Aktien & Börse
Bargeldbesitzer müssen vor hohen Inflationsraten 2012 zittern. Denn: Die Kaufkraft des Papiergeldes geht mit voranschreitender Inflation verloren. Während zu "Normalzeiten" mit Bargeld über Jahre hinweg in etwa die gleichen Waren gekauft werden können, bekommen Bargeldbesitzer in Zeiten hoher Inflationsraten für den gleichen Betrag spürbar weniger.
Wird Bargeld als Zahlungsmittel bei extremer Inflation nur noch eingeschränkt akzeptiert, kann das sogar zu einer Abwärtsspirale führen, die zu einer Hyperinflation führt. Ist das Vertrauen in die Papierwährung verloren, verliert Bargeld täglich an Wert. Dann bekommen Bargeldbesitzer auch für viele Tausend Euro nur noch eine Kiste Apfelsinen.
Anleihen bieten keinen ausreichenden Inflationsschutz
Deutsche Staatsanleihen bringen in Niedrig-Zinsphasen weniger als 3% Rendite pro Jahr. Wenn die Inflationsrate über der Verzinsung liegt, verlieren Anleihen-Anleger genau wie Bargeldbesitzer daher jedes Jahr Geld. Der Verlust liegt dabei nicht nur in der Differenz zwischen Verzinsung und Inflationsrate, sondern wird durch die Unattraktivität unter Umständen noch verstärkt. Denn wer seine Anleihe dann während der Laufzeit veräußern möchte, wird zusätzlich noch einen Kursverlust erleiden.
Die Nachfrage nach Anleihen, die weniger Zins als die Inflationsrate bringen, geht stark zurück. Anleihen verlieren in Zeiten hoher Inflationsraten daher fast genau so schnell ihren Wert wie Bargeld. Genau wie Bargeld besitzen Anleihen also keinen Inflationsschutz. Im dritten Teil der Serie werden Ihnen Anlagemöglichkeiten vorgestellt, mit denen Sie Ihr Geld besser schützen können.
monero.de hat für Sie die wichtigsten Daten zum Thema Inflation in den folgenden Grafiken zusammengestellt.
Deutschland liegt im europäischen Vergleich eher im unteren Drittel. (Quelle: Eurostat)
Trotzdem sind in Deutschland kontinuierlich steigende inflationäre Tendenzen zu beobachten. (Quelle: Eurostat)
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