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von Michael Konetzny, veröffentlicht in Aktien & Börse
So nutzen Sie Inflationsanleihen
Bei Inflationsanleihen, also inflationsindexierten Bundesanleihen, sind der Zins und die Rückzahlung an die Inflationsrate gekoppelt. Wer eine Anlage in Aktien scheut und von einer steigenden Inflation ausgeht, für den sind diese Papiere nicht uninteressant. Der große Vorteil von Inflationsanleihen ist vor allem darin zu sehen, dass der reale Wert des Geldes erhalten bleibt, und zwar unabhängig davon, wie stark die Preise steigen.
Wie funktionieren Inflationsanleihen?
Anders als bei "normalen" Anleihen bekommen Sie bei
Inflationsanleihen zum Rückzahlungszeitpunkt nicht den Kurswert zurück.
Vielmehr setzt sich der Rückzahlungsbetrag aus dem Nennwert der
Inflationsanleihe und dem sogenannten Inflationsausgleich zusammen.
Welche Inflationsanleihen stehen zur Auswahl?
Seit Anfang des Jahres 2011 müssen wir uns wohl wieder an Inflationsraten von über 2 Prozent gewöhnen. Zwar akzeptiert die Europäische Zentralbank als Währungshüterin noch eine 2-prozentige Inflation, dennoch könnte es bei weiteren Preissteigerungen in den nächsten Monaten eng werden. Grund genug, sich einmal mit der Anlage in Inflationsanleihen zu beschäftigen.
Durch die steigende Inflation ist auch das Angebot von Inflationsanleihen größer geworden. Recht interessant sind drei Papiere des Bundes mit Laufzeiten bis 2013, 2016 und 2020.
Wer heute eine dieser Inflationsanleihen erwirbt, muss nicht nur den Nennwert bezahlen, sondern auch den aufgelaufenen Inflationsausgleich, denn der Bund zahlt diesen Ausgleich erst zum Fälligkeitszeitpunkt. Wechselt die Inflationsanleihe vor Fälligkeit den Besitzer, zahlt der Käufer dem Verkäufer den bisher aufgelaufenen Betrag.
Die Rendite einer Inflationsanleihe
Die Rendite der Inflationsanleihe wird tagesaktuell berechnet und kann auf den Kurszetteln der Banken abgelesen werden. Die dort angegebene Rendite der Inflationsanleihe ist aber nur korrekt, wenn die Anleihe bis zum Schluss gehalten wird.
Wird die Inflationsanleihe vor dem Fälligkeitszeitpunkt verkauft, kann sich eine vollkommen andere Rendite ergeben. Auch ein Verlust ist grundsätzlich möglich – wenn auch eher unwahrscheinlich.
Ob sich die Anlage in eine Inflationsanleihe tatsächlich gelohnt hat, steht auch erst am Schluss tatsächlich fest. War die Inflation deutlich niedriger als erwartet, hat sich die Anlage in der Regel nicht gelohnt. War die Inflation höher als erwartet, konnte mit der Inflationsanleihe eine gute Rendite erzielt werden.
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