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von Daniel Land, veröffentlicht in Aktien & Börse
Kursverlust
Optionsscheine als Absicherung vor Kursverlusten
Der Optionsschein ist im Laufe der letzten Jahre als "Zockerinstrument" etwas in Verruf geraten. In der Tat wird dieses Wertpapier in der heutigen Zeit vermehrt von Spekulanten genutzt. Die Philosophie solcher Anleger gleicht denen der Roulette-Spieler in einem Spielcasino, die entweder auf schwarz oder rot setzen bzw. im Fall eines Optionsscheins auf steigende oder fallende Kurse.
Derjenige Anleger, der auf steigende Kurse setzt, investiert in einen sogenannten Call-Optionsschein. Dem gegenüber steht der Anleger, der auf fallende Kurse setzt, der in einen Put investiert. Der Optionsschein kann allerdings auch als wirksames Instrument zur Kursabsicherung von Depotbeständen u. a. aus Aktienfonds genutzt werden. Dies möchte ich an einem Beispiel verdeutlichen.
Beispiel: So können Sie Kursverlusten vorbeugen
In diesem Beispiel hat ein Anleger ein Wertpapierdepot, bestehend aus einem Aktienfonds, der den DAX abbildet. Der Kurswert dieses Fonds beträgt 10.000 EUR. Zur Vereinfachung dieses Beispiels nehmen wir an, dass der DAX einen Indexstand von 10.000 Punkten aufweist.
Der Anleger möchte nun seinen Fonds mit einem sogenannten Knock-Out-Put-Optionsschein ohne Laufzeitende mit einer Knock-Out-Schwelle von 10.400 DAX-Indexpunkten absichern. Knock-Out-Put-Optionsscheine zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei Erreichung einer definierten Schwelle wertlos werden. Dieser Optionsschein wird wertlos bei der Erreichung des DAX von 10.400 Punkten. Der aktuelle Kurswert dieses Optionsscheins errechnet sich nun wie folgt:
10.400 (Knock-Out-Schwelle) - 10.000 (aktueller DAX-Stand) = 400,00 EUR Kurswert pro Anteilsschein. Der Anleger kauft nun börslich oder direkt bei dem Emittenten 1 Stück dieses Optionsscheins zu 400,00 EUR.
Szenario 1
Der DAX steigt um 1.000 Indexpunkten (10%) auf 11.000 Indexpunkten. Der Optionsschein wird bei Erreichung von 10.400 Indexpunkten wertlos. Allerdings steigt gleichzeitig der Kurswert seines Aktienfonds um 10% und der Fonds weist nun einen Kurswert von 11.000 EUR auf. Ein positives Szenario für den Anleger.
Szenario 2
Der DAX fällt um 1.000 Indexpunkten (10%) auf 9.000 Indexpunkten. Der Optionsschein weist nun einen Kurswert von 1.400 EUR auf, also einen Kursgewinn für den Anleger von 1.000 EUR. Bei seinem Fonds erleidet der Anleger einen Kursverlust von 1.000 EUR (10%), so dass der Fonds einen Wert von 9.000 EUR aufweist. Der Kursverlust bei dem Fonds wurde somit durch den Kursgewinn bei dem Optionsschein ausgeglichen. Ein positives Szenario für den Anleger.
Fazit
Wer beruhigt den Urlaub verbringen möchte, für den kann die Absicherung der Depotwerte durch einen Optionsschein eine sinnvolle Alternative zur Veräußerung der Vermögenswerte sein.
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