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von monero.de Redaktion, veröffentlicht in Verbrauchertipps
Social Shopping – guter Zweck leichtgemacht
Transfair-Kaffee in jedem Discounter, Spenden per SMS, noch nie war das Helfen so einfach wie heute. Und jetzt gesellt sich eine weitere Komfortfunktion für gutes Karma in diese Reihen – die Social Shopping Portale. Die funktionieren nach einem interessanten Vermittlungsprinzip. Statt direkt den Onlineshop seiner Wahl zu besuchen, wählt der Kunde selbigen auf einem Social Shopping Portal, wie beispielsweise Heroshopping, aus.
Dies geschieht über Werbebanner, die zu momentan 130 Online-Shops führen. Wenn der Kunde nun auf der Online-Shop Seite einkauft, bekommt das Social Shopping Portal vom Shop eine Vermittlungsgebühr von 5% des Kaufpreises, manchmal auch mehr. Diese Gebühr geht, nach Abzug der Mehrwertsteuer, an die Welthungerhilfe oder an die Hilfsorganisation Skate Aid, die Organisationen mit denen Heroshopping zusammenarbeitet.
Dieses Modell wird möglich, da die Mitarbeiter von Social Shopping Portalen meist ehrenamtlich arbeiten, und die Technik der Seite gesponsert wird. Dem Kunden entstehen durch die Portalbenutzung keine zusätzlichen Kosten, auch die Daten werden anonym gehandhabt, eine Anmeldung ist nicht nötig. Das Portal erfährt nur, bei welchem Händler gekauft wurde und zu welchem Preis, nicht aber, wer den Kauf getätigt hatte, und um was es sich handelte.
Ähnlich ist es bei Clicks4Charity, dort kann der Kunde sogar selbst entscheiden, welcher Hilfsorganisation die Vermittlungsgebühr von seinem Einkauf gespendet werden soll. Allerdings arbeitet das Portal gewinnorientiert, und leitet nur 80% der Gebühr an Hilfsorganisationen weiter. Bei Planethelp kann man sich registrieren und erhält Einblick darüber, wie die einzelnen Provisionen vom Einkauf genutzt wurden.
Eins haben alle Portale gemeinsam: Sie gewähren keinen Einblick in ihre Bücher. Daher muss hier auf Vertrauensbasis agiert werden, Einsicht wird höchstens durch einen Spendenzähler geboten.
Diese Modelle werfen jedoch einige Probleme auf. So arbeiten die Portale zwar mit einer großen Anzahl an bekannten Shops zusammen, doch kann man sich verführt fühlen, nur noch bei selbigen einzukaufen. So entgeht dem Verbraucher vielleicht ein gutes Angebot, die Ersparnis von welchem er vielleicht selbst hätte spenden können.
Zudem befürchtet man, klassische Spenden würden zurückgehen, wenn Spenden erst derart komfortabel ist. Doch die positiven Argumente überwiegen, sollten sich die Portale etablieren, könnten die Spendensummen auch tatsächlich prägnant werden. Denn zurzeit hat beispielsweise Heroshopping zu diesem Zeitpunkt 3171€ gesammelt.
In jedem Fall sind diese Portale ideal geeignet für Menschen, die zuvor wenig bis gar nicht gespendet haben. (mv)
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